Fenster putzen leicht gemacht 12. März 2026Lesedauer: 5 Min. Immer diese Streifen: Fensterputzen mag frustrierend sein, doch mit der richtigen Technik kann es schnell gehen und sogar Spaß machen. Saubere Fenster ohne Streifen – mit diesen Tipps klappt es! Frühlingszeit ist klassischerweise Fensterputzzeit, schließlich macht das hellere Licht vieles sichtbar: Staub, Fingerabdrücke, Vogelkot oder Insektendreck – mit der Zeit sammelt sich so einiges an Schmutz an. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann die Scheiben und Fensterrahmen langfristig sogar beschädigen. Doch wie reinigt man Fenster, ohne Streifen und Schlieren zu hinterlassen? Mit den richtigen Reinigungsmitteln und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung kann kaum mehr etwas schiefgehen. Hier kommen praktische Tipps zum Fensterputzen – los geht’s! Das richtige Zubehör zum Fensterputzen Für streifenfreie Fenster sollten folgende Reinigungsmittel und Utensilien griffbereit stehen: Handfeger mit weichen Borsten Eimer Selbstgemachte Reinigungslösung aus lauwarmem Wasser mit einem Schuss Spülmittel oder Klarspüler und/oder Essig – oder Glasreiniger aus dem Handel Weicher Schwamm Eventuell Ceranfeld-Klinge/Schaber zum Entfernen von hartnäckigen Verschmutzungen Fensterabzieher mit Gummilippe Mikrofasertuch oder fusselfreies Geschirrtuch zum Nachpolieren Ein Mikrofasertuch eignet sich gut zum Trockenreiben und Nachpolieren. Bild: Getty Images / urbazon Schritt-für-Schritt-Anleitung: Fenster putzen ohne Streifen Bevor man mit dem eigentlichen Fensterputzen loslegt, ist es wichtig, Platz zu schaffen. Also die Möbel vor dem Fenster beiseite zu rücken, die Fensterbank leerzuräumen und Vasen, Dekoartikel und Blumentöpfe beiseitezustellen. Oft ist so eine Putzaktion ja auch ein guter Anlass zum Ausmisten. Wer Teppichboden oder Parkett hat, kann auf den Boden Zeitungspapier oder alten Textilien legen, um ihn vor Flecken zu schützen. Dann kann es losgehen: 1. Groben Schmutz entfernen: Mit einem weichen Besen Staub, Spinnweben und Blütenpollen von Fensterrahmen und Scheiben entfernen. 2. Fensterrahmen säubern: Fensterrahmen mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel reinigen. Anschließend die Fensterbänke abwischen. Verschmutztes Putzwasser abgießen. 3. Fenster nass wischen: Neues Putzwasser mit Reinigungslösung ansetzen und auf den Fensterscheiben mit einem Mikrofasertuch oder Schwamm mit kreisenden Bewegungen von oben nach unten verteilen. Alternativ Glasreiniger auf die Scheibe sprühen und verteilen. Hartnäckige Flecken wie Insektendreck, Maler- oder Klebereste kann man mit einer Ceranfeldklinge vorsichtig abschaben. 4. Fenster abziehen: Das nasse Fenster mit einem Fensterwischer von oben nach unten oder von einer Seite zur anderen abziehen. Die Bahnen sollten sich dabei überlappen. Nach jedem Zug die Gummilippe mit einem Tuch abwischen, um Streifen zu vermeiden. Wer keinen Abzieher zur Hand hat, kann die Scheiben mit einem Mikrofasertuch oder einem fusselfreien Geschirrtuch zügig trockenreiben. 5. Nachpolieren für streifenfreien Glanz: Mit einem trockenen Mikrofasertuch nachpolieren, um letzte Tropfen oder Schlieren zu entfernen. Manchmal sammelt sich Feuchtigkeit in den Ecken, dann dort ebenfalls nachtrocknen.Tipp: Auf die Reihenfolge kommt es an. Zuerst die Innenscheiben sauber machen, da sie meist weniger verschmutzt sind, dann die Außenfenster. Die Fenster immer von oben nach unten putzen, sodass Schmutzwasser nicht auf die bereits gereinigten Abschnitte läuft. Sicherheit ist wichtig Wer hohe Fenster hat und für das Putzen eine Leiter oder einen Tritthocker braucht, sollte darauf achten, dass der Boden rutschfest ist und die Leiter stabil steht. Achtung: Sessel oder abenteuerliche Konstruktionen aus Hockern, Stühlen und Tischen sind nicht geeignet, um hohe Fenster zu erreichen und können zu Unfällen führen! Wer keine Leiter benutzen will, kann einen Fensterwischer mit Verlängerungsstange benutzen. Menschen mit empfindlicher Haut sollten zudem Handschuhe tragen, wenn sie Fenster putzen. Sie schützen die Haut vor Reinigungsmitteln und Reizungen. Und dass man sicherstellen sollte, nicht aus dem Fenster fallen zu können, versteht sich von selbst – oder? Fertigreiniger oder Hausmittel? Was ist besser geeignet für den Fensterputz, handelsübliche Fertigreiniger oder Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Hier kommen die Vor- und Nachteile der einzelnen Mittel. Mit Glasreiniger und Mikrofasertuch sagt man Streifen den Kampf an. Bild: Getty Images / Milan Markovic Praktisch und sofort einsatzbereit: Fertigreiniger Handelsübliche Glasreiniger werden in der Regel in einer Sprühflasche verkauft, sind sofort einsatzbereit und überzeugen mit streifenfreien Formeln und angenehmen Düften. Einige Produkte verfügen über Zusatzfunktionen, wie etwa einen Antibeschlag-Effekt. Das macht sie praktisch in der Anwendung, insbesondere bei kleinen Fenstern oder Spiegeln im Bad. Allerdings enthalten diese Produkte oft synthetische Zusätze, Alkohole oder Ammoniak. Zudem sind sie weniger nachhaltig und verursachen Verpackungsmüll. Umweltfreundlich und effektiv: Essig und Zitronensäure Wer große Fensterflächen streifenfrei putzen will, braucht dazu kein Spezialmittel aus der Drogerie oder dem Supermarkt. Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure lösen effektiv Fett, Kalk und Schmutz und belasten die Umwelt nicht unnötig. Vorsicht: Bei der Dosierung sollte man aufpassen, zu viel Essig oder Zitronensäure kann Fensterdichtungen und Rahmen angreifen. Ein kräftiger Schuss Essig, etwa zwei bis vier Esslöffel Zitronensäure auf zwei Liter lauwarmes Wasser reichen völlig aus. Schlieren- und streifenfrei: Fensterputzen mit Klarspüler In der Geschirrspülmaschine sorgt Klarspüler dafür, dass Geschirr und Gläser keine Flecken haben und schneller trocknen. Was weniger bekannt ist: Auch beim Fensterputzen kann Klarspüler effektiv helfen. Die darin enthaltenen Tenside verringern die Oberflächenspannung des Wassers. Dadurch läuft Wasser gleichmäßiger ab und es bilden sich keine Tropfen oder Schlieren. Ein paar Spritzer Klarspüler ins Putzwasser sorgen beim Fensterputzen dafür, dass die Scheiben streifenfrei sauber werden. Allerdings kann das Mittel empfindliche Haut reizen und zu Irritationen führen. Wer zum Fensterputzen Klarspüler nutzt, sollte daher lieber Handschuhe tragen. Zuverlässig und unkompliziert: Spülmittel Wer will, kann beim Fensterputzen auch ohne Weiteres auf haushaltsübliches Spülmittel zurückgreifen. Ein paar Tropfen im lauwarmen Putzwasser entfernen Schmutz und Fett effektiv. Ist der Schmutz auf dem Fenster hartnäckig, kann man zusätzlich noch einen Schuss Essig hinzufügen. Wer mit einem Fensterabzieher arbeitet, sollte die Gummilippe nach jeder gezogenen Bahn von Staub und Schmutz befreien. Bild: Getty Images / Kinga Krzeminska Typische Fehler beim Fensterputzen vermeiden Da hat man so viel Arbeit ins Putzen investiert – und zack, sobald die Sonne scheint, entdeckt man Schlieren und Streifen auf dem Fenster. Das ist ärgerlich, lässt sich aber vermeiden. Meistens ist einer der folgenden Faktoren im Spiel: Falsche Tageszeit oder Wetterbedingungen: Auf den ersten Blick erscheint es plausibel, die Fenster an einem warmen Tag bei strahlendem Sonnenschein zu putzen, da das Licht den Schmutz gut sichtbar macht. Allerdings trocknet das Putzwasser dann auch schneller auf den Fensterscheiben, was zu Flecken und Schlieren führen kann. Ideal zur Fensterreinigung sind daher bewölkte Tage. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, an sonnigen Tagen zu putzen, sollte man die Aktion besser in die Morgen- oder späten Nachmittagsstunden legen. Dann ist die Sonneneinstrahlung nicht so intensiv. Zu viel oder zu wenig Reinigungsmittel: Zwar schäumt und duftet es mit viel Putzmittel mehr, sauberer wird es aber nicht. Die Wirkung kann sogar nachlassen, da sich das Reinigungsmittel an der Glasoberfläche sammelt und Schlieren verursacht. Aber auch das Gegenteil ist nicht gut: Wenn zu wenig oder gar kein Reinigungsmittel verwendet wird, lassen sich hartnäckige Verschmutzungen wie Fett und Fingerabdrücke nur schwer lösen. Oft müssen Fenster dann mehrfach geputzt werden. Ungeeignete Tücher oder verschmutzte Werkzeuge: Alte, verschmutzte Tücher oder minderwertige Abzieher verteilen den Schmutz eher, als dass sie ihn entfernen. Ideal sind Mikrofasertücher, da sie nicht fusseln und viel Wasser aufnehmen. Wer einen Abzieher zum Trocknen nutzt, sollte darauf achten, dass die Gummilippe immer sauber und trocken ist. Zeitungspapier wird manchmal zum Polieren empfohlen, kann jedoch Druckerschwärze hinterlassen und ist daher weniger geeignet. Nachhaltigkeit beim Fensterputzen Umweltfreundlich sauber machen ohne Abfall ist nicht schwer. Viele konventionelle Reinigungsmittel enthalten Chemikalien, die Gewässer belasten und die Atemwege reizen können. Sie lassen sich problemlos durch Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure ersetzen. Diese sind genauso effektiv, aber biologisch abbaubar. Einwegprodukte wie Küchenrollen erzeugen enorm viel Müll. Besser ist es, langlebige Putzhilfen wie Mikrofasertücher oder Geschirrtücher zu verwenden. Diese können nach Gebrauch in der Waschmaschine bei 40 oder 60 °C gewaschen werden. Titelbild: Getty Images / Obradovic
Sicherheit ist wichtig Wer hohe Fenster hat und für das Putzen eine Leiter oder einen Tritthocker braucht, sollte darauf achten, dass der Boden rutschfest ist und die Leiter stabil steht. Achtung: Sessel oder abenteuerliche Konstruktionen aus Hockern, Stühlen und Tischen sind nicht geeignet, um hohe Fenster zu erreichen und können zu Unfällen führen! Wer keine Leiter benutzen will, kann einen Fensterwischer mit Verlängerungsstange benutzen. Menschen mit empfindlicher Haut sollten zudem Handschuhe tragen, wenn sie Fenster putzen. Sie schützen die Haut vor Reinigungsmitteln und Reizungen. Und dass man sicherstellen sollte, nicht aus dem Fenster fallen zu können, versteht sich von selbst – oder?
Nachhaltigkeit beim Fensterputzen Umweltfreundlich sauber machen ohne Abfall ist nicht schwer. Viele konventionelle Reinigungsmittel enthalten Chemikalien, die Gewässer belasten und die Atemwege reizen können. Sie lassen sich problemlos durch Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure ersetzen. Diese sind genauso effektiv, aber biologisch abbaubar. Einwegprodukte wie Küchenrollen erzeugen enorm viel Müll. Besser ist es, langlebige Putzhilfen wie Mikrofasertücher oder Geschirrtücher zu verwenden. Diese können nach Gebrauch in der Waschmaschine bei 40 oder 60 °C gewaschen werden.
So geht „Zero Waste“ Müllverwertung ist gut, Müllvermeidung ist besser – denn Recyclingprozesse verbrauchen Energie und erzeugen Emissionen. Mit „Zero Waste“ wird schon beim Einkaufen darauf geachtet, so wenig Müll wie möglich zu verursachen. Was aufwändig klingt, gelingt in kleinen Schritten.
Frühjahrsputz nach dem Pareto-Prinzip: 20 Prozent Aufwand, 80 Prozent Wirkung Der Frühling ist da – und damit auch die Zeit für den Frühjahrsputz. Zugegeben, keine Vergnügungsveranstaltung, aber wer beim Wort „Grundreinigung“ einen Schweißausbruch bekommt, darf hoffen: Aufräumexpertin Rita Silke verrät, wie man 80 Prozent der Arbeit mit nur 20 Prozent Aufwand erledigt.