Dunkle Räume heller machen: 7 einfache Tipps für mehr Licht 15. Januar 2026Lesedauer: 4 Min. Artikel anhören Player schließen Mit ein paar einfachen Kniffen werden dunkle Zimmer schnell heller und freundlicher, sei es durch smart genutzte Lichtquellen, clevere Einrichtung oder die richtige Farbwahl. Den entscheidenden Unterschied machen oft kleine Details. Hinterhaus, Nordseite, Erdgeschoss, kleine Fenster – nicht in jede Wohnung fällt viel natürliches Licht. Doch nur, weil die Sonne weniger Zugang findet, heißt das nicht, dass man im Halbdunkel wohnen muss. Wer ein paar Dinge beachtet, kann selbst schummrige Ecken heller und luftiger wirken lassen. Und das Beste: Die meisten Ideen sind schnell umgesetzt und funktionieren in jeder Mietwohnung. Natürliches Licht nutzen Auch wenn es nicht viel ist: Das Sonnenlicht, das in die Wohnung fällt, sollte unbedingt genutzt werden. Unverstellte Fenster sind die einfachste Lichtquelle überhaupt. Pflanzen auf dem Fensterbrett, Balkonkästen oder große Deko nehmen überraschend viel Helligkeit. Gleiches gilt für schwere Vorhänge, Jalousien oder Rollos. Transparente Stoffe in weiß, creme oder Pastelltönen gewähren Sichtschutz, lassen aber viel mehr Tageslicht in die Wohnung. Auch die Farbe der Fensterrahmen macht einen großen Unterschied: Schon ein Anstrich in weiß oder hellem Grau verändert die Raumwirkung enorm. Und auch wenn es banal klingt – saubere Scheiben sind kein Putzfimmel, sondern echtes Lichtmanagement, denn Staub und Schmutz schlucken erstaunlich viel Licht. Fensterrahmen und leichte Vorhänge in hellen Farben können dazu beitragen, dunkle Räume heller zu machen. Foto: Getty Images/E+ Künstliches Licht clever einsetzen Wenn das Tageslicht nicht reicht, helfen mehrere kleine Lichtquellen, den Raum heller und lebendiger zu machen. Eine Stehlampe in der Ecke, eine kleine Tischleuchte auf dem Sideboard und ein paar warme LED-Spots in Regalen hellen den Raum auf und sorgen für gemütliche Stimmung. LEDs in warmweiß oder neutralweiß schaffen sanftes, natürliches Licht, das dem Tageslicht ähnelt. Mit LEDs lassen sich auch tolle Akzente setzen: eine Lichterkette am Fensterrahmen, ein beleuchteter Schrank oder eine kleine Leuchte auf der Fensterbank können sowohl die Wohnung als auch die Stimmung aufhellen. Auch die Jahreszeit darf mitspielen: Im Winter bringen Kerzen oder indirekte Lichtleisten Wärme ins Zuhause, im Sommer sorgen Solarlichter oder kleine Party-Lämpchen auf dem Balkon für Urlaubsstimmung. Lichtfarbe beachten Je nach Stimmung und Raum lohnt sich ein Blick auf die Farbtemperatur. Sie beeinflusst, wie warm oder kühl das Licht wirkt und damit auch, wie man sich im Raum fühlt. Warmweiß (2.700 – 3.000 Kelvin): gemütlich, wohnlich Neutralweiß (3.300 – 4.000 Kelvin): klar, hell, neutral Tageslichtweiß (ab 5.000 Kelvin): aktivierend, ideal für Arbeitsbereiche Wandfarben mit Wirkung Wandfarben haben mehr Einfluss auf die Lichtstimmung, als man denkt. Und ja, Weiß ist ein Klassiker, wenn es um Helligkeit geht, aber es muss nicht immer Weiß sein. Auch sanfte Töne wie Creme, Hellgrau, Pastellblau oder Vanille reflektieren Licht gut und bringen Behaglichkeit ins Zimmer. Eine einzelne Akzentwand in einem hellen Naturton wie Salbei, Sand oder Rosé sorgt zusätzlich für Tiefe, ohne den Raum zu verdunkeln. Ein weiterer Vorteil heller Farben ist, dass sie sich leicht überstreichen lassen, wenn man öfter mal etwas Neues ausprobieren möchte. Dunkle Farben wie Anthrazit, Marineblau oder Bordeaux dagegen können schnell enger wirken, setzen aber als kleine Fläche oder hinter einem hellen Sofa tolle Akzente. Auch die Oberfläche spielt eine Rolle. Seidenmatte oder leicht glänzende Farben streuen das Licht, während matte Töne es eher „schlucken“. Jetzt Newsletter abonnieren und nichts mehr verpassen! E-Mail Ich stimme zu, dass die Gewobag mir per E-Mail den Newsletter zusendet und dabei die auf mich bezogenen Nutzungsstatistiken auswertet. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Meine Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Abonnieren Licht von oben bis unten Helle Decken öffnen den Raum und lassen ihn höher und luftiger erscheinen. Dunkle Böden wirken dagegen warm und gemütlich, können aber schnell etwas schwer werden. Der Trick liegt im Ausgleich: Ein heller Teppich, Läufer oder Sisalteppich bringt Licht von unten und macht den Raum weicher. Auch helle Sockelleisten lockern den Übergang zur Wand auf und lassen den Raum leichter wirken. Weniger ist mehr Schwere Möbel, dunkle Schrankwände und übervolle Regale nehmen nicht nur Platz, sondern auch Licht. Je klarer und offener ein Raum gestaltet ist, desto heller wirkt er. Helle Möbel, glatte Flächen und freie Bodenstellen lassen das Licht besser zirkulieren – und schaffen mehr Ruhe. Statt massiver Schränke lieber auf Leichtigkeit setzen: Glasvitrinen oder Regale mit Glastüren lassen Licht durch und wirken transparent. Auch bei Deko gilt: lieber weniger, aber gezielt. Ein paar helle Akzente, eine große Pflanze oder ein einzelnes Bild reichen völlig aus, um den Raum lebendig zu machen. So entsteht ein luftiges, ruhiges Gesamtbild. Eine dezente Einrichtung mit den richtigen Akzenten kann einen Raum deutlich heller wirken lassen, als er eigentlich ist. Foto: Getty Images/E+ Spiegeln, was das Licht hergibt Nichts reflektiert Licht so effektiv wie ein Spiegel. Richtig platziert kann er dunkle Räume im Handumdrehen heller wirken lassen. Hängt er gegenüber einem Fenster, verdoppelt er quasi die Helligkeit und bringt mehr Licht und Weite in die Wohnung. Auch seitlich platzierte Spiegel oder glänzende Wandbilder verstärken das vorhandene Licht und lassen den Raum größer erscheinen. Besonders in kleinen Wohnungen hilft dies, wenn man den Raum optisch öffnen und die Wohnung heller machen möchte. Schon ein großer Spiegel über dem Sofa oder ein schmales Modell im Flur kann den Unterschied machen – einfach, günstig und wirkungsvoll. Ein gekonnt platzierter Spiegel verteilt das knappe Tageslicht großzügig im Raum. Foto: Getty Images/iStockphoto Die Mischung macht’s Wie hell oder offen ein Raum wirkt, hängt auch von den Materialien ab. Helle Stoffe wie Leinen oder Baumwolle bringen Leichtigkeit, Teppiche in Naturtönen schaffen Ruhe. Glas, Metall und Acryl reflektieren Licht und helfen, die Wohnung aufzuhellen, während Holz und warme Textilien Behaglichkeit geben. Besonders schön ist ein Material-Mix – zum Beispiel glattes Parkett mit einem grob gewebten Teppich oder kühle Fliesen mit einem weichen Baumwollteppich. Das bringt Lebendigkeit in den Raum und kann ihn optisch aufhellen. Ein kleiner Kontrast darf bleiben – zum Beispiel ein schwarzer Beistelltisch oder ein dunkler Bilderrahmen. Solche Akzente verleihen Tiefe und verhindern, dass alles zu gleichförmig wirkt. So entsteht ein harmonisches Gleichgewicht aus Licht, Struktur und Wohnlichkeit. Ein Glastisch, der das Licht reflektiert, harmoniert hervorragend mit einer holzvertäfelten Wand, die für Behaglichkeit sorgt. Foto: Getty Images/iStockphoto Licht macht Laune Helle Räume wirken größer, freundlicher und einfach lebendiger. Große Umbauten braucht es dafür nicht. Meist genügt es, das vorhandene Licht besser zu nutzen. Ein paar Stunden umräumen, ein neuer Vorhang, ein heller Teppich – und schon blüht die Wohnung auf. So wird selbst das dunkelste Zimmer zu einem Ort, an dem man sich einfach gern aufhält. Titelbild: Getty Images/Digital Vision
Lichtfarbe beachten Je nach Stimmung und Raum lohnt sich ein Blick auf die Farbtemperatur. Sie beeinflusst, wie warm oder kühl das Licht wirkt und damit auch, wie man sich im Raum fühlt. Warmweiß (2.700 – 3.000 Kelvin): gemütlich, wohnlich Neutralweiß (3.300 – 4.000 Kelvin): klar, hell, neutral Tageslichtweiß (ab 5.000 Kelvin): aktivierend, ideal für Arbeitsbereiche
Wohntipps gegen den Winterblues Müde, melancholisch und irgendwie antriebslos? Gerade GroßstädterInnen spüren ihn in der kalten und dunklen Jahreszeit – den Winterblues. Wohnpsychologin Barbara Perfahl verrät Tipps, die die Stimmung heben.
Kleine Küchen ganz groß In der Küche spielt das Leben – hier wird gekocht, gegessen, geplaudert und vieles mehr, dabei ist der Platz meist überschaubar. Wie sich die vielen Funktionen mit den wenigen Quadratmetern in Einklang bringen lassen? Das zeigt Teil I der sowohntberlin-Reihe „Clevere Ideen für kleine Räume“.