Eine Frau mit Kopftuch steht an einem Schaltkasten, hält ein Kabel in der Hand und scheint einer zweiten Person etwas zu erklären. Foto: City-Press GmbH

Fit für die digitale Zukunft: Fachinformatik-Ausbildung bei der Gewobag

Jenny war bei der Gewobag die erste Auszubildende zur Fachinformatikerin für digitale Vernetzung – und das mit großem Erfolg. Was sie dabei gelernt hat und warum sie diesen Weg auch anderen jungen Menschen empfiehlt? Das erzählt sie hier.

Die Frage ist ja, was nach drei Jahren erfolgreicher Ausbildung hängenbleibt. Fragt man Jenny, fangen ihre Augen an zu leuchten. „Ich habe nicht ein Mal gedacht: Och, nö, heute hab‘ ich keinen Bock. Man lernt einfach jeden Tag etwas Neues – es ist nie langweilig geworden. Und: Es ist ein total zukunftsorientierter Beruf.“ Viel positiver kann das Feedback nicht ausfallen, was auch deshalb bemerkenswert ist, weil Jenny bei der Gewobag eine Pionierin war.

Zum ersten Mal überhaupt hatte die Gewobag 2022 einen Ausbildungsplatz für FachinformatikerInnen für digitale Vernetzung ausgeschrieben, genauer gesagt in der Gewobag ED. „Es gab damals rund 70 Bewerberinnen und Bewerber, von denen wir 20 zu einem Onlinetest eingeladen haben“, erzählt Ausbildungs- und Diversity-Referentin Anke Golbs. Am Ende fiel die Wahl auf Jenny, die mit der Ausbildung ihrer Neugier folgte.

Nächste Bewerbungsphase läuft

Dass Wege beim Gehen entstehen, mag eine Floskel sein, aber Redensarten existieren nun mal nicht ohne Grund, jedenfalls zeigt Jennys Beispiel, wie der Start ins Berufsleben laufen kann: Ihr Abitur meisterte sie in der Coronazeit, doch was danach kommen sollte, war ihr lange nicht klar. Zunächst liebäugelte die ambitionierte Cheerleaderin mit Jobs im Bereich Sport, doch jene schienen ihr „zu theoretisch“. Im Internet schaute sie deshalb nach anderen Optionen, wobei sie „irgendwann auf Fachinformatik und die Gewobag“ stieß. Eine Stelle, die auch 2026 wieder vergeben wird.

Großartige Vorprägungen hatte sie in diesem Bereich nicht, doch die digitale Vernetzung von Geräten wirkte auf die Neuköllnerin spannend und vielversprechend. Dass es sich dabei um einen männlich dominierten Berufszweig handelt, schreckte sie nicht ab. In der Praxis zeigte sich schnell: Bei der Gewobag war sie keineswegs von klischeehaften IT-Nerds umgeben, sondern von der ganzen Vielfalt Berlins.

„Die Unternehmenskultur fand ich von Anfang an total angenehm“, erinnert sich Jenny. „Natürlich sind die Leute hier sehr beschäftigt, aber immer freundlich. Man bekommt immer ein Lächeln zurück, und gerade am Anfang wird einem überall geholfen.“

Ausbilderin mit Herz

Ihre wichtigste Bezugsperson war ihre Ausbilderin, Raba Zaher-El-Hussein. Ein echter Glücksfall, denn Für die Senior Managerin IoT Software und IT-Prozesse – Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern – glich die neue Rolle einer Fügung des Schicksals. „Ich wollte früher immer Lehrerin werden und habe viele Jahre Nachhilfe gegeben“, erzählt sie mit herzlichem Lächeln und warmer Aura. Als sich die Chance eröffnete, absolvierte sie kurzerhand die Eignungsprüfung bei der Industrie- und Handelskammer und sorgte dafür, dass die Gewobag ED den Status eines Ausbildungsbetriebs erhielt.  

Für Jenny war sie in der Ausbildung die engste Begleiterin und hat dabei eine enorme Entwicklung beobachtet. „Jenny ist als halbes Kind zu uns gekommen und geht als Erwachse“, sagt Raba Zaher-El-Hussein. „Am Anfang war sie eher still und zurückhaltend, heute ist sie sehr offen und trägt Verantwortung. Sie wusste, dass wir auf sie zählen und ist daran gewachsen.“

Jenny sieht’s ähnlich: „Das erste Jahr war für mich eher ein Herantasten. Anfangs wusste ich nicht mal, was eine IP-Adresse ist.“ Mit zunehmendem Wissen wuchs jedoch das Selbstvertrauen, zugleich wurde sie ständig neu gefordert. Letztlich verantwortete sie ein eigenes Projekt, das ein anschauliches Beispiel dafür liefert, was sich hinter digitaler Vernetzung verbirgt.

Theorie trifft Praxis

Um Heizsysteme aus der Ferne kontrollieren und steuern zu können, werden die Anlagen in Häusern der Gewobag mit digitaler Technik ausgestattet. Zum Senden und Empfangen von Daten wird im dazugehörigen Schaltschrank auch ein Router verbaut. Fällt dieser Router mal aus, lässt sich dies meist leicht beheben, allerdings ist der Vorgang mit einer oft zeitaufwändigen Anfahrt verbunden. Jennys Aufgabe war daher, Risikofaktoren für Routerausfälle aufzuspüren, sodass sich die Ausfallquote reduzieren lässt.

„Ich habe Schaltschränke mit Temperatursensoren ausgestattet und sie so programmiert, dass wir über die Messdaten einen Zusammenhang von Wärme und Routerausfällen feststellen können“, erzählt sie. Ein Konzept, das ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, viele Tests und Freude am Tüfteln erforderte. „Jenny kann sich in ein Thema richtig verbeißen“, hat Raba Zaher-El-Hussein dabei beobachtet. „Das braucht man bei der Digitalisierung. Man muss Fehler suchen, analysieren, Zusammenhänge erkennen und darf nicht aufgeben. Am Ende brauchen wir immer eine Lösung.“

Vielfalt und Sicherheit

Für den kommenden Ausbildungsjahrgang gibt es bei der Gewobag noch diverse offene Stellen. Alle Infos und Anforderungen finden sich auf der Website des Unternehmens, genauso wie das digitale Bewerbungsformular.

Die Vergütung beträgt gemäß Tarif 1.230 Euro im ersten Lehrjahr und steigert sich über 1.340 Euro auf 1.450 Euro im dritten Lehrjahr.

„Die Gewobag ist ein sicherer Arbeitgeber“, betont Ausbildungs- und Diversity-Referentin Anke Golbs, „denn gewohnt wird immer. Wir wissen vielleicht noch nicht, wie genau sich unsere Jobs in fünf oder zehn Jahren verändern werden, aber dass es Arbeit geben wird, steht fest.“

Übrigens: Wer das Unternehmen, in dem grundsätzlich auf Augenhöhe kommuniziert wird (#gernperDu), näher kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, den Gewobag-Stand auf der Ausbildungsmesse Vocatium im Flughafen Tempelhof zu besuchen (17. und 18. Juni).

Jetzt bewerben!

Aufgaben im echten Leben zu übernehmen, statt theoretisch für Klassenarbeiten zu lernen – dieser Unterschied hat Jenny schnell begeistert: „In der Schule haben wir Textaufgaben gelöst, bei der Gewobag habe ich Wissen wirklich erfahren. Dadurch lernt man ganz anders und nimmt viel mehr mit.“ Hinzu kamen die abwechslungsreichen Arbeitsbedingungen bei der Gewobag, die gute technische Ausstattung und die zukunftsorientierten Ansätze, zum Beispiel durch die Einbeziehung Künstlicher Intelligenz.

Neben dem Kopf sind auch die Hände gefordert

Ob sie die Ausbildung für FachinformatikerInnen für digitale Vernetzung weiterempfehlen würde? „Ja, auf jeden Fall“, sagt Jenny und lacht. „Das Unternehmen ist super, der Job macht Spaß und hat Zukunft.“

Auf Jennys NachfolgerIn freut sich Raba Zaher-El-Hussein schon jetzt. „Die Digitalisierung ist auf einem Höhenflug“, sagt sie, „und wir brauchen neue Fachkräfte.“ Für sie ist klar: „Das ist ein wirklich toller Ausbildungsberuf. Für Menschen, die gern mit dem Kopf und zugleich gern mit den Händen arbeiten, ist es eine perfekte Mischung.“         

Titelfoto: City-Press GmbH

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