Bastelideen für Herbstdeko aus der Natur 7. November 2023Lesedauer: 6 Min. Artikel anhören Player schließen Aus Kastanien, Laub und Orangen lässt sich kreative Herbstdeko für ein gemütliches Zuhause basteln – kindertauglich, natürlich und einfach. Drei Anleitungen zum Nachmachen. Die Tage sind wieder kürzer, der Lebensmittelpunkt verschiebt sich zunehmend in die Wohnung – umso wichtiger ist es, zu Hause eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Besonders gut lässt sich die wohlige Jahreszeit durch das Basteln mit herbstlichen Naturmaterialien einläuten. Bei einem ausgedehnten Spaziergang findet man vieles, das sich mit wenigen Handgriffen in herbstliche Deko verwandeln lässt. Angenehmer Nebeneffekt: Mit Kindern ist das Herbstbasteln eine schöne Beschäftigung für graue, regnerische Herbsttage. Hier kommen drei simple Anleitungen, die zeigen, wie die Herbstdeko gelingt. Herbstliche Teelichthalter Durch die bunten Herbstblätter verbreitet das Teelicht einen warmen Kerzenschein und gemütliche Stimmung. Foto: Raufeld Wunderschön sind die vielen Farben, Muster und Formen von Herbstblättern. Für diese Bastelidee geht es zunächst raus aus der Wohnung: Bunte Blätter stehen auf der Suchliste für den herbstlichen Spaziergang im Park. Sie lassen sich zum Beispiel auf einem Honig- oder Marmeladenglas in Szene setzen, sodass ein schöner Teelichthalter entsteht! Es braucht: gepresste Herbstblätter einen breiten Pinsel Servietten- oder Bastelkleber ein Einwegglas oder ein altes Einmachglas Paketschnur Herbstlaub kann alten Gläsern neuen Glanz verleihen. Foto: Raufeld Schritt 1: Herbstblätter konservieren Um die gesammelten Herbstblätter vom Spaziergang besser haltbar zu machen, presst man sie am besten für ein paar Tage in einem schweren Buch. Durch das Pressen verlieren sie einiges an Flüssigkeit und werden so konserviert. Im Anschluss sind sie schön glatt, dünn und lassen sich besser verarbeiten. Schritt 2: Grundierung mit Kleber Falls Serviettenkleber zu Hause ist, ist dieser die erste Wahl. Diese Bastelidee ist nämlich eine Version der Serviettentechnik – nur eben mit Herbstblättern aus der Natur. Mit Bastelkleber gibt es aber ein genauso schönes Endergebnis. Was nun kommt, ist sehr simpel, macht aber gerade deshalb so viel Spaß. Das leere Einmachglas wird mit Kleber bepinselt und dann schnell zum nächsten Schritt übergegangen. Mit dem Pinsel wird das Glas mit Kleber grundiert. Foto: Raufeld Schritt 3: Herbstblätter auf das Glas setzen Solange der Kleber noch feucht ist, werden die Blätter auf dem Glas drapiert. Ganz nach eigenem Geschmack. Sobald der Kleber trocken ist, wird er durchsichtig. Im Handumdrehen sind individuelle Teelichthalter für sehr wenig Geld entstanden! Der kreative Part folgt, wenn die Herbstblätter auf das Glas gesetzt werden. Foto: Raufeld Schritt 4: letzter Schliff für die Herbstdeko Um die Struktur des Drehverschlusses zu kaschieren, kann man etwas Paketschnur oder ein dezentes Geschenkband verwenden, um eine Schleife auf den oberen Rand des Glases zu setzen. Zweite Runde: Für das perfekte Finish gibt es eine weitere Lage Kleber auf die Blätter. Foto: Raufeld Tipp: Damit die Blätter länger frisch bleiben und das Bild einheitlicher wird, am Ende nochmals eine Schicht Bastelkleber über die Blätter pinseln. Lustige Kastanienfiguren Klassische Kastanienfiguren mögen die häufigsten Vertreter ihrer Art sein, daneben lassen sich auch Kastanienquallen, Kastanienspinnen und Kastanienvögel erschaffen. Foto: Raufeld Großer und anhaltender Beliebtheit erfreuen sich Kastanien – und das zurecht! Die glänzenden und glatten Handschmeichler begegnen einem im Herbst an vielen Ecken der Stadt. Beim Basteln müssen es nicht immer klassische Kastanienfiguren sein, auch hier lohnt sich ein Blick auf die bunte Vielfalt. Vielleicht möchten die Kids ihre Lieblingstiere basteln, ein Fabelwesen oder ihre ganz eigene Fantasiefigur erschaffen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Es braucht: Kastanien, Eicheln und weiteres Material aus der Natur einen kleinen Bohrer mehrere Zahnstocher oder andere Holzstäbchen Wackelaugen Bastelkleber oder Heißklebepistole Schritt 1: Material sammeln Auch für diese Herbstdeko geht es zunächst raus in die Natur, um Kastanien und Co. zu sammeln. Eicheln eignen sich beispielsweise genauso gut wie Kastanien und bringen durch ihre Form etwas Abwechslung in die Gestaltung. Es lohnt sich, auch ein paar Eichelhütchen einzupacken, denn jene eignen sich hervorragend als kleine Kopfbedeckung für die Kastanienfiguren. Die Frucht des Ahorns, die kleinen Propeller, die oft „Nasenzwicker“ genannt werden, können ebenfalls eine gute Ergänzung sein. Sie können den Figuren zum Beispiel Flügel verleihen. Und die stachelige Schale der Kastanien ergibt das Stachelkleid eines Igels. Kastanien, Eicheln, Eichelhütchen: Die Natur liefert hervorragendes Bastelmaterial. Foto: Raufeld Schritt 2: Löcher bohren für Arme und Beine Besonders, wenn sie noch sehr frisch und prall sind, lassen sich leicht Löcher in die Kastanien bohren. Einen Kastanienbohrer kann man für circa fünf Euro kaufen. Praktisch sind Sets mit einer Festhalte-Vorrichtung, so rutschen einem die Kastanien nicht aus der Hand. Tatsächlich kann man sich mit dem Bohrer auch verletzten, für Kinder ist im Fall der Fälle etwas Hilfestellung gefragt. Wenn das Bohren reine Erwachsenenaufgabe bleibt, kann auch ein Akkuschrauber mit einem sehr dünnen Bohraufsatz zum Einsatz kommen. Vorsicht ist die Mutter der Kastanienfiguren, wenn es darum geht, Löcher in die Früchte zu bohren. Foto: Raufeld Schritt 3: Kastanienfiguren zusammensetzen Mit einer stabilen Schere lassen sich die Holzstäbchen oder Zahnstocher gut auf die gewünschte Länge bringen. Hilfreich ist es, etwas Bastelkleber oder eine Heißklebepistole zur Hand zu haben, um Augen, Hüte und andere Teile zu befestigen und die Beinchen eventuell zu fixieren. Ruhige Hände sind gefragt, wenn die Beine in die Kastanien kommen. Foto: Raufeld Schritt 4: Leben in die Kastanienfiguren bringen Die Augen der Kastanienwesen lassen sich auch einfach aufmalen. Oder es finden sich noch ein paar Wackelaugen vom letzten Bastelabend, die hier zur Verwendung kommen und die Figuren noch niedlicher machen können. Nun kann der Kastanienfigur Leben eingehaucht werden. Foto: Raufeld Wanddeko aus getrockneten Orangen Einen besonderen Herbst-Effekt kreieren leckere Düfte, man denke nur an Karottenkuchen, Kürbissuppe oder heiße Schokolade. Hier reiht sich die nächste Idee nahtlos ein, denn sie duftet fantastisch! Die Stars: Orangen! Getrocknete Orangen sind ein Klassiker der Herbstdeko. Zum Glück ist es auch noch super einfach, die hübschen Scheiben selbst zu machen! Sie eignen sich außerdem bestens als Deko und zum Aromatisieren von Getränken. Herbstliche Wanddeko, die dazu noch angenehm duftet, ist leicht herzustellen. Foto: Raufeld Es braucht: 1 bis 3 Orangen/Zitronen Paketschnur Schere Holzperlen mit Löchern ein kleiner Ast oder ein Stab zum Aufhängen Alles bereit: getrocknete Orangenscheiben, Schnur, Schere und Dekokugeln. Foto: Raufeld Schritt 1: Orangen trocknen Für die getrockneten Zitronen- und Orangenscheiben die Früchte in gleichmäßige Scheiben von ein bis anderthalb Zentimetern Dicke schneiden. Zum Trocknen im Ofen legt man sie auf ein Gitter und lässt sie bei circa 80 Grad ungefähr vier Stunden trocknen. Da die Scheiben tropfen können, erspart man sich unnötiges Putzen, wenn man darunter ein Backblech in den Ofen schiebt, um den Saft aufzufangen. Wenn möglich, den Ofen einen kleinen Spalt offen lassen, zum Beispiel mithilfe eines Kochlöffels, der in der Tür klemmt. So kann die Feuchtigkeit entweichen. Damit die Orangenscheiben gleichmäßig trocknen, sollten sie möglichst gleich dick sein. Foto: Raufeld Tipp: Wer es nicht eilig hat, kann die Orangenscheiben auch auf der Heizung trocknen. Das dauert ungefähr 14 Tage, für ein gleichmäßiges Ergebnis sollten die Scheiben alle drei Tage gewendet werden. Schritt 2: getrocknete Orangen arrangieren Wenn die Zitrusscheiben trocken sind, kann es losgehen! Mit einer spitzen Schere lässt sich dafür ein Loch in das getrocknete Fruchtfleisch piksen, durch das man eine Schnur fädelt. Ein Knoten sorgt dafür, dass die Scheibe nach dem Aufhängen nicht herunterrutscht. Zwischen den Orangenscheiben sehen Holzperlen sehr schön aus und bringen ein weiteres Naturmaterial ein. Bunte Perlen oder kleine Tannenzapfen an die Enden zu knoten, macht sich ebenfalls gut. Wenn die Zitrusscheiben gut durchgetrocknet sind, kann mit dem Fädeln und Knoten begonnen werden. Foto: Raufeld Schritt 3: Aus Scheiben wird eine herbstliche Wanddeko Drei oder mehr Girlanden an einem kleinen Ast oder Stab festknoten, für die Aufhängung an dem Stab ein Stück Paketschnur links und rechts befestigen und oben eine kleine Schlaufe machen – fertig ist der herbstliche Wand- oder Fensterschmuck! Titelbild: Raufeld
Raumduft selbst machen Gerade in der kalten Jahreszeit gilt: In den eigenen vier Wänden sollte man es sich so gemütlich wie möglich machen – zum Beispiel mit kreativen und originellen Basteleien. Hier kommt ein perfektes DIY-Projekt für nass-kalte Wochenenden.
Zugluftdackel: Süßes DIY-Projekt zum Heizkosten sparen Wenn der kalte Wind seinen Weg in warme Wohnungen findet, sind sie die Bewacher der Wärme: Zugluftdackel! So einfach lassen sich die praktischen Stofftiere aus alter Kleidung selbst herstellen.