Eine ältere Frau in Sportkleidung ist im Freien unterwegs. Sie schaut lächelnd auf ihre Smartphone.

Von Fitness bis Nachbarschaftshilfe: clevere Apps als Alltagshelfer

Mit den richtigen Apps können Smartphones das Leben spürbar erleichtern – gerade für SeniorInnen. Warum es sich für ältere Semester lohnt, zur neuen Technik zu greifen und welche Anwendungen empfehlenswert sind. 

Das Display zu rutschig, die Tasten zu klein, die Technologie zu fremd: Sich im Alter noch in das Universum der Smartphone-Nutzung vorzuwagen, kann Überwindung kosten, doch immer mehr SeniorInnen tun es.

Laut einer repräsentativen Studie des Statistischen Bundesamts besaßen im Jahr 2022 rund 88,1 Prozent der Privathaushalte in Deutschland mindestens ein Smartphone – nicht zuletzt, weil es das Leben im Alter erleichtern kann.

Mit den passenden Apps vereinfachen Smartphones die Kommunikation mit FreundInnen und Angehörigen, sorgen für Unterhaltung und bieten Lösungen für alltägliche Probleme. Ein paar Empfehlungen für (fast) alle Lebenslagen:

Nachbarschafts-Apps für mehr Miteinander

Vier fröhliche ältere Menschen sitzen in einem geräumigen Wohnzimmer und schauen sich Fotos auf einem modernen Smartphone an.
Nachbarschafts-Apps helfen NachbarInnen, sich im echten Leben zu verbinden. Foto: AdobeStock

Das Leben in der Großstadt kann Anonymität und Einsamkeit mit sich bringen – besonders im Alter. Einen Weg zu mehr Austausch bieten Nachbarschafts-Apps, die einfache Möglichkeiten bieten, sich miteinander zu verknüpfen:

  • nebenan.de ist Deutschlands größte Nachbarschaftsplattform. Per App werden NachbarInnen miteinander vernetzt. Im Chat können sich die MitgliederInnen über verschiedene Themen austauschen – zum Beispiel über Veranstaltungen, Empfehlungen für Cafés und ÄrztInnen oder spannende Gewerbe und Vereine. Im digitalen Marktplatz werden Gesuche und Angebote eingestellt, von „Einkaufshilfe gesucht“ bis „Aquarium abzugeben“.
  • Auch nextdoor.de vernetzt NachbarInnen miteinander. Empfehlungen können ausgetauscht, Haushaltsgegenstände ausgeliehen oder Begleitungen für Spaziergänge gefunden werden.

Beide Apps sind kostenlos und werden gern genutzt, um generationsübergreifend Unterstützung anzubieten, zum Beispiel beim Einkaufen oder im Haushalt.

Apps, die das Tippen übernehmen

Das Tippen auf der kleinen Smartphone-Tastatur kann für ältere Menschen sehr mühsam sein. Deshalb gibt es Voice-to-Text-Applikationen, die das gesprochene Wort in Text verwandeln.

Empfehlenswert sind unter anderem die kostenfreien Apps SpeechTexter und Text to Speech. Egal, ob für E-Mails, Textnachrichten oder für die Google-Suche – mit beiden wird das Diktierte schnell als Text abgespeichert.

Gewobag Service-App für MieterInnen

Die aktuelle Betriebskostenabrechnung einsehen, Schäden in der Wohnung melden, aktuelle Wohnungs-, Stellplatz- und Gewerbe-Angebote finden, auf die Gewobag-Vorteilswelt zugreifen u.v.m.: Die Gewobag Service-App bietet Gewobag-MieterInnen und Interessenten schnell und einfach zahlreiche Funktionen.

Die App kann im Google Play Store und im App Store kostenfrei heruntergeladen werden.

Apps, die Texte vorlesen

Menschen im höheren Alter kennen es: Die Augen ermüden schnell, langes Lesen führt zu Kopfschmerzen und Buch oder Zeitung müssen weit weggehalten werden, damit die Buchstaben scharf erscheinen.

Dass sich das Sehvermögen mit zunehmendem Alter verändert, ist normal. Vorlese-Apps wie beispielsweise Speechify oder Voice Dream Reader (Apple, kostenpflichtig) können in diesem Zusammenhang helfen.

Mit den Apps können sich UserInnen etwa abfotografierte Buchseiten vorlesen lassen – auch Online-Artikel, PDFs und in die Zwischenablage kopierte Texte werden von den Apps vertont. Die Lesegeschwindigkeit ist individuell justierbar.

Beweglich bleiben dank Fitness-Apps

Ältere Läufer in der Natur mit Smartphone und Kopfhörern.
Fitness-Apps bieten SeniorInnen viele geeignete Übungen an, um gesund und fit zu bleiben. Foto: Getty Images

Bewegung ist in jedem Alter wichtig. Ein Mangel ist oft die Ursache für Schmerzen und Krankheiten, doch regelmäßiges Training eigenständig in den Alltag zu integrieren, kann schwierig sein.

Apps wie „Senioren Fitness“ oder „Workout für Senioren“ haben es sich zum Ziel gesetzt, älteren Menschen dabei zu helfen, beweglicher und fitter zu werden und somit Schmerzen vorzubeugen oder zu lindern. Die Teilnahme ist allein oder in der Gruppe möglich und kann ganz einfach von zu Hause stattfinden – mit oder ohne Hilfsmittel.

Apps für die geistige Fitness

Porträt eines liebenswerten älteren Paares, das gemeinsam ein Smartphone benutzt
Verschiedene Apps helfen, die Konzentration, das Gedächtnis und die Denkgeschwindigkeit zu stärken. Foto: Adobe Stock

Wer im Alter geistig fit bleiben will, kann sich selbst mit Gedächtnistraining-Apps herausfordern.

  • Die App NeuroNation bietet auf Grundlage allgemeiner Forschungserkenntnisse kognitive Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen an. So sollen Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit gestärkt werden.
  • Die Gehirnjogging-App Lumosity hingegen setzt auf Spiele, die Schnelligkeit, Flexibilität und die Fähigkeit zur Entwicklung von Problemlösungen trainieren. Los geht es mit einem zehnminütigen Test, der ermittelt, wie die AnwenderInnen im Vergleich zu Gleichaltrigen abschneiden.   

Unterhaltsame Rätsel-Apps

Älterer Mann sitzt auf dem Sofa und spielt ein Spiel auf dem Handy
Rätsel-Fans können per App gegen FreundInnen und Verwandte spielen. Foto: Adobe Stock

Auch Rätsel halten das Gehirn fit und sind ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Und weil die Kreuzworträtsel in den Tageszeitungen oft schnell gelöst sind, gibt es Apps wie Kreuzworträtsel Free, die kostenlos Rätsel in verschiedenen Schwierigkeitsgraden anbieten. Falls die Schrift zu klein ist, können UserInnen die Antwortfelder heranzoomen.

Wer Lust hat, gegen FreundInnen oder Angehörige zu spielen, kann sich die Applikation Quizduell herunterladen. Hier müssen Fragen aus verschiedenen Kategorien beantwortet werden. Der Spieler oder die Spielerin mit den meisten richtig beantworteten Fragen gewinnt das Spiel.

Apps, die Hilfe vermitteln

Ähnlich wie in der Nachbarschaftshilfe vermitteln auch Apps wie Pflegix Menschen, die einander unterstützen wollen. Aktuell bieten mehr als 21.000 HelferInnen aus den Bereichen Pflege, Betreuung und Alltagshilfe über die App ihre Unterstützung an – zu einem vorher vereinbarten Stundenlohn.

Ob in der Grundpflege der Wohnung, der Begleitung zum Arzt oder zur Ärztin oder der Freizeitgestaltung: SeniorInnen finden Hilfe, können zu Hause versorgt werden und ihren Angehörigen eine Entlastung anbieten.

Dating-Apps für SeniorInnen

Älteres Paar in einem Café, das Händchen hält und ein Selfie von sich macht
Immer mehr Menschen nutzen Apps für die PartnerInnen-Suche. SeniorInnen bilden da keine Ausnahme. Foto: Adobe Stock

Dating macht in jedem Alter Spaß. Doch für viele SeniorInnen ist es eine Herausforderung, im Alter einen neuen Partner oder eine neue Partnerin zu finden. Mittlerweile gibt es speziell für ältere Menschen eine Reihe von Apps, die bei der Suche nach einer neuen Liebe helfen:

  • Die App SilberSingles für Menschen ab 50 ermittelt beispielsweise passende Singles in der näheren Umgebung anhand eines Persönlichkeitstests, der bei der Anmeldung ausgefüllt wird.
  • Mit der App 50plus-Treff können nicht nur Partnerschaften, sondern auch Freundschaften entstehen.

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