Zwei ältere Frauen und zwei ältere Männer bei einem Fitnesskurs in einem Park. Foto: AdobeStock

Umsonst und draußen: Sport in Berliner Parks

Jetzt aber! Der Frühlingsstart haucht den BerlinerInnen nicht nur neue Energie ein, sondern liefert auch etliche Gelegenheiten für Outdoor-Sport. Wer körperlich aktiv werden will, sollte die Gunst der Stunde nutzen. Eine Auswahl spannender Gratis-Angebote, die es so nur an der frischen Luft gibt.

Keine Lust auf mühsame Laufrunden oder zeitintensive Fahrradtouren? Kein Problem, denn in Berlin kann Outdoor-Sport auch ganz anders aussehen. Ob Tanzkurse oder frei zugängliche Fitnessgeräte, ob moderater Gesundheitssport oder ambitioniertes Training – die Möglichkeiten sind fast so vielfältig wie die Stadt und ihre BewohnerInnen.

Nicht zu vergessen: Zahlreiche Sportangebote im Freien sind kostenlos. Wer also lieber an der frischen Luft als im stickigen Studio schwitzt, muss sich nur noch entscheiden: Was, wo und wann? Ein paar Beispiele, die als Inspiration und Orientierung dienen können.

Urbanes Gym for free

Eine junge Frau bei einem Stütz auf einer Calisthenics-Anlage im Freien. Foto: AdobeStock
Auf den Adidas „Playgrounds“ finden sich unterschiedlichste Stangen für das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Foto: AdobeStock

Endlich mal eine Werbemaßnahme, die die Menschen bewegt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit seinen „Playgrounds“ hat Sportartikelhersteller Adidas die Stadt um neue Fitnessmöglichkeiten bereichert. Auf rund 100 Quadratmetern finden sich verschiedene Geräte, die sich vielfältig nutzen lassen, von Klimmzugstangen und Sprossenwänden über Sprungplattformen bis zu Trainingsbänken.

Der Zugang ist kostenfrei und unverbindlich. Übungen werden auf kleinen Hinweistafeln erklärt, oft helfen und inspirieren sich die Trainierenden auch gegenseitig. Zu finden sind die Adidas Playgrounds insgesamt sechs Mal in Berlin, darunter auch im Bereich großer Gewobag-Bestände. Drei Empfehlungen:

  • Böcklerpark in Kreuzberg (Prinzenstraße 1)
  • Volkspark Friedrichshain (Margarete-Sommer-Straße/Danziger Straße)
  • Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg (Cantianstraße 24)

Gesundheitssport im Grünen

Zwei ältere Frauen in Sportkleidung beim Yoga im Grünen. Foto: Getty Images
Beim Gesundheitssport bleibt die körperliche Belastung moderat. Foto: Getty Images

Gezielt an ältere BerlinerInnen richtet sich das kostenlose Bewegungsangebot „Allgemeine Fitness“ des „Stadtbewegung e.V.“, in dem über sechzig ehrenamtliche TrainerInnen tätig sind. Keine Anmeldung, keine Kursgebühren – hier lautet das Motto „einfach mitmachen“.

Neben der Gesundheitsförderung bieten die inklusiv angelegten Kurse auch die Chance zu regelmäßigen sozialen Kontakten. Zu finden sind die „Allgemeine Fitness“-Kurse an vielen Ecken der Stadt, unter anderem im Lietzenseepark in Charlottenburg oder im Kreuzberger Viktoriapark.

Kostenfreie Angebote im Bewegungscafé

Auch die Gewobag und ihre Stiftung „Berliner Leben“ unterstützten seniorenorientierte Bewegungsangebote – etwa in der Kiezstube am Reichweindamm und im Stadtteilzentrum Charlottenburg-Nord. Hier finden wöchentlich Kurse wie „Hockergymnastik“ oder „Rückenfit“ statt – kostenlos und unter qualifizierter Anleitung des Kooperationspartners BEGSpo.

Rhythmus ist Trumpf

Hier steht nicht das körperliche Training im Vordergrund, sondern der Spaß an der Bewegung: Beim „Summer of Dance“ kennen die Füße kein Halten mehr – getanzt wird hier im elektrisierenden Retro-Stil der 1920er- und 1930er-Jahre. Neben Lindy Hop und Swing steht auch Charleston auf dem Programm, jeden Sonntag im Volkspark Friedrichshain, von Anfang Juni bis Ende August.  

Veranstaltet werden die Gratis-Kurse, bei denen vor allem Basics gezeigt werden, von der Tanzschule Dancing Suite Berlin. Mitmachen kann man mit PartnerIn oder allein, für einen einzelnen Kurs oder einen ganzen Nachmittag. „Das ist ein aufbauender Unterricht mit jeder Menge Spaß“, sagen die Organisatoren. „Und wer den ganzen Sommer mit uns durchzieht, sollte am Ende einen vernünftigen Swing aufs Parkett legen können.“

Übrigens: Auch im Spandauer Gewobag-Quartier an der WATERKANT Berlin wird im Sommer wieder getanzt – von Mitte Juli bis Ende August, immer samstags von 19 bis 22 Uhr.

Mehrere Paare beim Paartanz auf einem Steg an der Havel.
Nicht nur im Volkspark Friedrichshain wird im Sommer unter freiem Himmel getanzt, auch an der WATERKANT Berlin. Foto: Johannes Schneeweiß

Weniger Hightech, mehr Körpergefühl  

Abwechslungsreich, variabel im Schwierigkeitsgrad und anwendbar auf fast alle Muskelgruppen: Calisthenics erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Statt komplexer Fitnessgeräte dient das eigene Körpergewicht als Widerstand, allerdings sind Hilfsmittel wie Klimmzugstangen oder Sprossenwände für das Training ideal. 

Zu finden sind derartige Tools in diversen öffentlichen Calisthenicsanlagen – zum Beispiel im Park am Gleisdreieck. Hier treffen sich Gleichgesinnte, um sich in Form zu bringen, sie inspirieren sich zu neuen Übungen, geben sich Hilfestellung oder Tipps.

Abgesehen davon finden sich im Park am Gleisdreieck viele weitere Bewegungsangebote für die ganze Familie. Von verschiedenen Spielplätzen über Basketballkörbe bis zum Skatepark oder dem Fußballkäfig – hier wurde an fast alle(s) gedacht.

Ab an die Platte!

Eine junge Frau und ein junger Mann spielen Tischtennis im Freien. Foto: iStock
Beliebter Klassiker bei Jung und Alt: Tischtennis. Foto: iStock

Berlin ist eine gigantische Spielwiese? Auf jeden Fall – finden zumindest die MacherInnen von pingpongmap.com, einer Internetseite, auf der gefühlt jede Tischtennisplatte der Stadt verzeichnet ist – nicht wenige davon in Parkanlagen. Das aufwendige Projekt hat eine große Fangemeinde, schließlich ist die Zielgruppe gigantisch.

Ob jung oder alt, zugezogen oder alteingesessen, Hipster oder TraditionalistIn: An der Platte versammelt sich die ganze Vielfalt Berlins. Spaß und Geselligkeit sind meist garantiert, hinzu kommen positive Trainingseffekte. Neben Konzentration und Reflexen wird auch die Beweglichkeit geschult. 

Berlin bewegt sich

Um körperliche Aktivität und Gesundheit der BerlinerInnen zu fördern, haben Senat und Bezirke das Landesprogramm „Berlin bewegt sich“ ins Leben gerufen. Auf der dazugehörigen Internetseite werden vielfältige Gratisangebote unter einem Dach gebündelt. Such- und Filterfunktion ermöglichen einen guten Überblick.

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Titelfoto: AdobeStock

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