Zwei Frauen mit Mützen und Schals lachen während einer Fahrradtour in der Stadt.

Von Kino bis Kürbisfest: Herbstliche Highlights in Berlin

Der Herbst ist grau und trist? Von wegen! Egal ob Kultur, Kulinarik oder Naturerlebnisse – die bunte Jahreszeit hat einiges zu bieten. Hier kommen Tipps für goldene und regnerische Herbsttage.

Die Sonne geht früher unter, ein rauer Wind weht durch die Straßen, die Blätter färben sich rot, gelb und braun. Der Herbst in Berlin ist da – und mit ihm kommt die Lust auf herbstliche Ausflüge und Unternehmungen. Neben Regentagen, die gemütlich eingekuschelt auf der Couch verbracht werden können, bringt die bunte Jahreszeit nämlich auch zahlreiche goldene Tage, die man vielseitig nutzen kann.

Zum Beispiel könnte man sich mal wieder einen spannenden Film im Kino ansehen, Pilze sammeln, Herbstfeste besuchen oder in der Sauna schwitzen – all diese Dinge machen den Herbst in Berlin besonders schön. Hier kommen Tipps für abwechslungsreiche Herbstaktivitäten.

Gesundes und günstiges Schwitzen: Sauna in Berlin

Ein Saunagang tut einfach gut. Saunieren stärkt das Immunsystem, lockert Verspannungen, bremst Entzündungsprozesse und ist damit die perfekte Aktivität für Herbst und Winter, wenn sich Erkältungen bekanntermaßen häufen. In Berlin gibt es zahlreiche Spas und Wellnesszentren, viele von ihnen sind allerdings nichts für den kleinen Geldbeutel. Doch es gibt auch preisgünstige Adressen. Im OLIVIN Spa im Prenzlauer Berg und in der Kiezsauna in Friedrichshain kosten vier Stunden Saunavergnügen nur 22 Euro. Na dann, frohes Schwitzen!

Ein Mann entspannt in einer Sauna mit Blick auf die Stadt.
Regelmäßige Saunabesuche können vor Erkältung und Grippe schützen. Bild: Getty Images

Kürbis- und Apfelfest im Britzer Garten

Am 20. September, verwandelt sich die Wiese am Modellboothafen im Britzer Garten von 12 bis 18 Uhr in ein buntes Herbstfest für die ganze Familie. Neben Live-Musik und herbstlichen Leckereien warten zahlreiche Mitmachaktionen wie ein Kürbisparcours, Herbstbasteln und ein Strohspielplatz auf kleine und große Besucher:innen. Der Eintritt ist im Parkeintritt enthalten – ein perfekter Anlass für einen goldenen Herbsttag im Grünen.

Berliner Herbstrummel

Wer es lieber trubelig mag, kommt beim Berliner Herbstrummel voll auf seine Kosten: Vom 25. September bis 25. Oktober verwandelt sich der Zentrale Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm wieder in ein buntes Volksfest mit über 80 Attraktionen. Ob Riesenpropeller, Break Dance, die Riesenschaukel Hyper X oder die Geisterbahn – hier ist für jeden Nervenkitzel-Grad etwas dabei. Auch das Spiegellabyrinth „Pharaos Rache“ sorgt für schaurig-schöne Unterhaltung. Der Eintritt zum Gelände ist kostenlos, gezahlt wird nur für die einzelnen Fahrgeschäfte.

Schöneberger Kürbisfest im Akazienkiez

Spätestens am ersten Oktoberwochenende, dem 3. und 4. Oktober, hat der Herbst in Berlin offiziell begonnen, denn dann werden beim alljährlichen Straßenfest auf der Akazien- und Belziger Straße in Schöneberg über 10.000 Kürbisse in 20 verschiedenen Sorten ausgestellt. Das Fest lädt zum Flanieren und Genießen ein. Neben leckerem Essen – zum Beispiel Kürbissuppe, Quiches und Maronen – gibt es auch Gewürze, Tee, Kunsthandwerk und vieles mehr zu entdecken.

Ausstellung: Träum weiter – Berlin, die 90er

Der Herbst ist auch Museumszeit, schließlich gibt es immer wieder Tage, an denen das Wetter nach Indoor-Veranstaltungen verlangt. Eine gute Gelegenheit, eins der über 170 Museen in Berlin aufzusuchen und sich eine spannende Ausstellung anzuschauen. Das ganze Jahr über empfehlenswert: Das URBAN NATION Museum in Schöneberg, hinter dem die Gewobag-Stiftung Berliner Leben steht. Die Dauerausstellung „Love Letters to the City“ beschäftigt sich mit der Rolle von Kunst im öffentlichen Stadtgeschehen. Ein spannendes und zeitkritisches Thema, das von der Kuratorin Michelle Houston eindrucksvoll ausgestellt wird.

Love Letters Ausstellung im Urban Nations Museum
Installation des Künstlerduos duo Moses & Taps für die Ausstellung „Love Letters to the City“ im URBAN NATION Musuem in Berlin. Foto von Nika Kramer @nikakramer @Urbannation_Berlin @moses.taps

Veranstaltungen der Gewobag-Stiftung Berliner Leben

Mit der Stiftung Berliner Leben engagiert sich die Gewobag aktiv in den Bereichen Kunst und Kultur, Jugend, Senioren und Sport – und liefert einen wichtigen Beitrag zur sozialen Quartiersentwicklung.

Was steht im Herbst 2025 auf dem Programm?
Die Stiftung Berliner Leben setzt mit Workshops wie „Mix it. Shake it. Spray it“ und dem „Global Groove“-Herbstcamp wichtige Impulse für soziale Teilhabe, Bildung und die Förderung von Kreativität bei Kindern und Jugendlichen. Der Herbst kann kommen!

Mehr zur Stiftung Berliner Leben

Schlemmen erwünscht: Berlin Food Week

Dass es in Berlin eine einzigartige Auswahl an Restaurants, Cafés und Bistros gibt, ist lange bekannt. Hier bekommt man alles: von polnischen Pierogi über sizilianische Arancini bis hin zu levantinischem Shakshuka. Und doch geht man oft zum Lieblingsitaliener um die Ecke. Wer mal etwas Neues ausprobieren will, sollte eins der vielen Food-Festivals besuchen und sich auf unbekanntes Terrain begeben. Zum Beispiel bei der Berlin Food Week, die vom 5. bis zum 11. Oktober stattfindet. Hier präsentieren die spannendsten Food-Start-Ups der Stadt ihre Produkte, von nachhaltigen Proteinalternativen über Manuka-Honig bis hin zu funktionalen Getränken. Der Fokus liegt immmer auf Genuss, Herkunft und Nachhaltigkeit. Man kann die leckeren Neuheiten kosten und an Veranstaltungen und Workshops teilnehmen und dabei ganz nebenein den ein oder anderen neuen Favoriten fürs eigenen Küchenregal entdecken.

Von Matcha bis Rooibus: Teestuben in Berlin

In hippen Berliner Cafés wird man gern mal in Gespräche über die richtige Röststufe von Kaffee- und Espressobohnen verwickelt. Dabei könnte man statt Kaffee auch Tee trinken – das kann ebenfalls munter machen und/oder für Gemütlichkeit sorgen. In Berlin gibt es zahlreiche Teehäuser und -stuben, die darauf warten, entdeckt zu werden. Zum Beispiel das Café „Tee Tea Thé“ in Schöneberg, der „Berliner Teesalon” in Charlottenburg, oder das „Tee-Salon-Iki“ in Kreuzberg. Hier werden traditionelle Teezeremonien durchgeführt und man bekommt einen Einblick in die nahezu endlose Vielfalt der Teesorten. 

Ein Paar sitzt in einem Café und trinkt Tee, lächelnd.
Eine heiße Tasse Tee kann im Herbst in Berlin eine Wohltat sein. Bild: Getty Images

Durchs bunte Laub: Herbstspaziergänge in Berlin

Vom Schloss Charlottenburg über den Monbijoupark bis zur Insel Eiswerder – Berlin bietet wundervolle Orte zum Spazierengehen. Und das bunte Laub im Herbst macht die Orte nur schöner. Wer möchte, kann den Spaziergang auch in eine Exkursion verwandeln und nach Pilzen Ausschau halten. In und um Berlin gibt es nämlich viele leckere Speisepilze zu finden – solange man weiß, wo man suchen muss. Die Ausbeute des Tages kann am Abend direkt zubereitet werden. Empfehlung des Hauses: wärmende Steinpilz-Cremesuppe.

Abseits des Mainstreams: Film-Festivals in Berlin

Wer Lust hat, über den Tellerrand des Mainstream-Kinos hinauszuschauen, kann zum Beispiel eins der Film-Festivals besuchen, die auch dieses Jahr wieder in Berlin veranstaltet werden. Vom 10. bis 15. November findet beispielsweise das Internationale Kurzfilmfestival statt. Hier werden 400 Kurzfilme gezeigt, die die Jury aus 6.000 Einreichungen aus über 120 Ländern auswählt. Die Filme werden auf außergewöhnlichen Leinwänden gespielt, zum Beispiel in der Volksbühne, dem Pfefferberg Theater, dem Kino in der Kulturbrauerei und dem Zeiss Großplanetarium.

Titelbild: Getty Images

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