Ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Weihnachtsgrüße aus Berlin" hängt an einem Stand auf einem Weihnachtsmarkt.

Die sechs schönsten Berliner Weihnachtsmärkte 2022

In der dunklen Jahreszeit sind sie echte Lichtblicke: Berlins Weihnachtsmärkte präsentieren sich fast so vielfältig wie die Kieze der Stadt. Bleibt die Frage, welcher Besuch sich besonders lohnt. Sechs warme Empfehlungen – plus Extratipp.

Im Dezember scheinen sich die Tage ihrem Ende zu neigen, bevor sie richtig begonnen haben. Da gilt es, das Beste aus der Dunkelheit zu machen.

Spektakuläre Lichterwelt: Weihnachten im Tierpark

Ein Ereignis, das den BerlinerInnen die kalte Jahreszeit versüßt, ist Weihnachten im Tierpark.

YouTube
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PGRpdiBjbGFzcz0iX2JybGJzLWZsdWlkLXdpZHRoLXZpZGVvLXdyYXBwZXIiPjxpZnJhbWUgdGl0bGU9IldlaWhuYWNodGVuIGltIFRpZXJwYXJrIDIwMjEgLSBPZmZpemllbGxlciBUcmFpbGVyIiB3aWR0aD0iNTAwIiBoZWlnaHQ9IjI4MSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9rUlg2OFRZS25Tcz9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhY2NlbGVyb21ldGVyOyBhdXRvcGxheTsgY2xpcGJvYXJkLXdyaXRlOyBlbmNyeXB0ZWQtbWVkaWE7IGd5cm9zY29wZTsgcGljdHVyZS1pbi1waWN0dXJlIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+PC9kaXY+

Sobald der Tierpark seine Tore schließt, führt ein zwei Kilometer langer Lichterpfad durch die Parkanlage am Schloss Friedrichsfelde, der es in sich hat.

Mehr als eine Million Lichter formen sich zu kunstvollen Installationen, leuchtende Tierskulpturen säumen den Parcours. Aus festlich geschmückten Hütten duftet es nach heißer Schokolade, Glühwein und Rostbratwürsten. Am Ende des Rundwegs knistert ein Lagerfeuer.

Tierpark Berlin, Am Tierpark 125, 10319 Berlin, Eingang: Am Bärenschaufenster. Eintritt: Erwachsene ab 19,50 Euro, Kinder 15 Euro. Bis 15. Januar 2023, täglich 17–22 Uhr, 24. + 31. Dezember geschlossen. Hunde verboten.

Mittelalter in Friedrichshain: Historischer Weihnachtsmarkt auf dem RAW-Gelände

Blick auf den Historischen Weihnachtsmarkt auf dem RAW Gelände.
Der historische Weihnachtsmarkt auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain lockt Mittelalter-Fans und Freunde ruhigerer Märkte. Foto: Promo

Wer weiß, vielleicht steckt ein Ritter in Ihnen? Das lässt sich leicht herausfinden, zum Beispiel auf dem historischen Weihnachtsmarkt auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain.

Armbrustschießen, Axt- und Messerwerfen sind dort gängige Disziplinen. Wer es beschaulicher mag, kann sich aber auch einfach mit einem Becher Met an einem der Feuerkörbe wärmen und den Gauklern beim Jonglieren zuschauen.

Auch sonst zeigt sich auf diesem Markt jedes Gewerk im historischen Gewand: Karussell und Holzriesenrad werden selbstverständlich wie früher von Hand betrieben. Wer noch ein originelles Weihnachtsgeschenk sucht, wird hier etwas finden: Töpfer, Schmiede und Holzschnitzer bieten ihr Kunsthandwerk an.

RAW-Gelände Berlin, Revaler Str. 99, Eingang Dirschauer Str., 10245 Berlin, Eintritt: Erwachsene 2 Euro. Bis 22. Dezember, Mo–Fr 15–22 Uhr, Sa + So 12–22 Uhr.

Im Zeichen der Lichtkönigin in Prenzlauer Berg: Lucia Weihnachtsmarkt

Blick auf den Lucia Weihnachtsmarkt
Skandinavisch schlicht: So lässt sich der Lucia Weihnachtsmarkt vielleicht am besten beschreiben. Foto: Promo

In Schweden kennt man die heilige Lucia als Lichtbringerin, die am 13. Dezember die Weihnachtszeit einläutet. In Prenzlauer Berg ist sie indes die Namensgeberin eines der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte der Stadt.

Ein Hauch von Schwedenpunsch, heißem Apfelsaft und Glühwein mit Amaretto weht über den Lucia Weihnachtsmarkt. Der „Luciakör“ führt vor der Kulisse der Kulturbrauerei an einem altmodischen Kettenkarussell und vielen Holzbuden entlang.

Skandinavisch schlicht statt überladen und kitschig – das ist die Devise. Wer noch Geschenke sucht, findet sicher etwas zwischen Modeschmuck, Designartikeln und Naturprodukten aller Art.

Hochwertig ist auch die Verpflegung: Neben Wildbuletten gehen Hirschbratwürste, Flammlachse und vegane Fleischbällchen über den Tresen. Ein Kuriosum ist das wärmende Kunstobjekt, die „Open-Air-Mantel-Heizung“. Frostbeulen können sich für einen Moment unter einen ofenwarmen Mantel kuscheln.

Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin. Bis 22. Dezember, Mo–Fr 15–22 Uhr, Sa + So 13–22 Uhr.

Lichterzauber in der Zitadelle Spandau

Drohnenaufnahme des Spandauer Weihnachtsmarkt
Der Spandauer Weihnachtsmarkt zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten der Stadt. Foto: AdobeStock

Die Zitadelle in Spandau ist das älteste Gebäude Berlins. Und schon aus diesem Grund als Weihnachtsmarktkulisse kaum zu toppen. Besonders stimmungsvoll ist die riesige Weihnachtspyramide in der Mitte des Buden-Parcours.

Wer nach dem Genuss von Baumstriezeln, Krakauern, Flammkuchen und Templer Met das Bedürfnis hat, sich zu bewegen, kann dem auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt nachkommen: beim Schlittschuhlaufen auf der Eisbahn, die übrigens CO2-neutral betrieben wird, oder beim Eisstockschießen.

Noch besser: Man steigt mal wieder den Juliusturm hinauf und genießt von oben den Blick auf das vorweihnachtliche Treiben mit seinen Gauklern und Winterwesen im Lichterglanz.

Am Juliusturm 64, 13599 Berlin. Eintritt: Mo–Do 12–17 Uhr frei, sonst Erwachsene ab 3,50 Euro, Kinder bis 15 Jahren frei. So–Do 12–20 Uhr, Fr + Sa 12–22 Uhr.

Winterwunderland in Dahlem: Christmas Garden

Der Christmas Garden im Botanischen Garten in Dahlem ist eine Institution. Der Besuch lohnt sich immer wieder, zumal die unendlich vielen Lichter jedes Jahr neu arrangiert werden.

Blaue Lichter simulieren eine winterlich-frostige Eiswelt. Der „Singing Tree“, der von oben bis unten mit Lichterketten bestückt ist, lädt zum Mitsummen bekannter Weihnachtsmelodien ein. Auf einem beleuchteten Wunschbaum können Jung und Alt ihre Wünsche anbringen – vielleicht gehen sie ja in Erfüllung …?

Ein Glockenspiel mit klingender Lichterkette, eine Kathedrale des Lichts, Vögel und Waldtiere aus Lichterketten – auf dem rund zwei Kilometer langen Parcours, für den man sich anderthalb Stunden Zeit nehmen sollte, gibt es einiges zu entdecken. Unterwegs wartet Stärkung: Glühwein, heiße Schokolade, Röstis, Quarkbällchen und vieles mehr.

Königin-Luise-Straße 68, 14195 Berlin. Eintritt: Erwachsene ab 20,50 Euro, Kinder (4 bis 14 Jahre) ab 16 Euro. Bis 15. Januar, täglich 16.30–22 Uhr, geschlossen:  24. und 31. Dezember 2022.

Umweltmarkt in der Spandauer Vorstadt

Eine in ein weißes Kostüm gekleide Figur auf Stelzen mit Flügeln läuft über den Umweltweihnachtsmarkt Berlin.
Diese Schneekönigin ist die einzige inszenierte Attraktion auf dem Umweltweihnachtsmarkt. Ansonsten stehen die nachhaltigen HändlerInnen im Vordergrund. Foto: Presse

Zwischen den hübsch sanierten Fassaden und dem Sophienkirchhof fühlen sich BesucherInnen ins 18. Jahrhundert zurückversetzt. Damals mögen die Weihnachtsmärkte kaum anders ausgesehen haben.

Kein Halligalli, keine Karussells, auch Zuckerwatte und gebrannte Mandeln wird man auf dem Umwelt- und Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße nicht finden. Die Rostbratwurst ist selbstverständlich aus Biofleisch hergestellt, daneben lässt sich Fasan-Salami probieren.

Auf nur wenigen Metern Sophienstraße tummeln sich rund 80 HändlerInnen. Da kann es schon mal eng werden. Zertifizierte Naturkosmetik, Kunsthandwerk oder Stricksachen aus eigener Produktion – hier herrscht ökologisches Bewusstsein, damit Konsum nicht zu Lasten der Umwelt geht.

Sophienstraße, 10115 Berlin. An allen Adventswochenenden 12–20 Uhr.

Extra-Tipp: Schöneberger Weihnachtssingen

Die Alternative zum weihnachtlichen Kirchgang: Alle Jahre wieder an Heiligabend pilgern BerlinerInnen zum Konzert auf den Vorplatz des Rathauses Schöneberg. Auch in diesem Jahr sorgt das Schöneberger Blechbläserensemble der Leo Kestenberg-Musikschule mit Weihnachtsliedern für Stimmung. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht! Wer unter seiner Daunenjacke keine Gänsehaut bekommt, wenn am Ende alle gemeinsam „Stille Nacht, heilige Nacht“ anstimmen, während im Rathaus die Freiheitsglocke läutet, hat kein Herz. John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin, 24. Dezember ab 16 Uhr.

Titelfoto: AdobeStock.

Das könnte Sie auch interessieren: