Haushaltsbuch führen: Finanzen im Blick behalten und gezielt sparen 23. Januar 2026Lesedauer: 3 Min. Artikel anhören Player schließen Ob Lebensmittel, Bahnticket oder Handyvertrag – wenn gefühlt fast alles teurer wird, wie soll man da noch sparen? Ein einfacher Ansatz ist das Führen eines Haushaltsbuchs, mit dem sich schnell Sparpotenziale aufspüren lassen. Ein Überblick mit vier smarten Spartipps. Die Lebenshaltungskosten steigen – das merken viele mittlerweile auch beim Blick auf den Kontostand. Nicht selten muss daher gespart werden, nur wie? Ein bewährtes Hilfsmittel ist das gute alte Haushaltsbuch. Es erhöht die Transparenz über Einnahmen und Ausgaben und ersetzt damit das Bauchgefühl durch belastbare Daten. Das funktioniert ganz klassisch auf Papier, aber längst auch digital. Jetzt Newsletter abonnieren und nichts mehr verpassen! E-Mail Ich stimme zu, dass die Gewobag mir per E-Mail den Newsletter zusendet und dabei die auf mich bezogenen Nutzungsstatistiken auswertet. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Meine Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Abonnieren Warum es sinnvoll ist, ein Haushaltsbuch zu führen Wer regelmäßig die persönlichen Geldströme erfasst, kann Kostentreiber identifizieren, Prioritäten herausarbeiten und so die Budgetplanung ganz konkret in die eigene Hand nehmen. Klingt kompliziert? Muss es nicht sein! VerbraucherschützerInnen empfehlen einfache, wiederkehrende Notizen als ersten Schritt. So lassen sich bereits nach wenigen Wochen typische „Lecks“ sichtbar machen, durch die Geld unnötig abfließen kann. Allerdings sollte man bedenken, dass allein die Niederschrift von Ein- und Ausgaben nicht zum Erfolg führt. Sparen mit einem Haushaltsbuch kann man vor allem dann, wenn auf die Erkenntnisse ein konsequentes Handeln folgt. Schritt‑für‑Schritt: Haushaltsbuch führen Ganz gleich, in welcher Form man ein Haushaltsbuch führen möchte, das Grundprinzip ist immer dasselbe. So lassen sich Ein- und Ausgaben strukturiert zusammenfassen: 1. Einnahmen und Ausgaben systematisch erfassen In der Startphase empfiehlt sich ein 30‑Tage‑Zeitraum, in dem alle Einnahmen sowie fixe und variable Ausgaben zeitnah erfasst werden. Fix sind all jene Ausgaben, die jeden Monat gleich ausfallen wie zum Beispiel die Miete, Internetverträge oder Streaming-Abos. Variabel sind alle zusätzlichen Kosten, etwa für Lebensmittel, Kleidung oder fürs Ausgehen. Um den Überblick zu behalten, sollte man am besten Kontoauszüge, Kassenzettel und weitere Zahlungsbelege beisammenhalten. Bereits die erste Monatsbilanz zeigt, wo Geld sparen im Alltag möglich ist und wo Budgets im Ernstfall kippen. 2. Kategorien anlegen Für einen besseren Überblick und zur Verhinderung von nerven- und zeitfressendem Mikromanagement empfiehlt es sich, Kategorien anzulegen. Dabei muss man nicht zu sehr ins Detail gehen. Typische Kategorien könnten sein: Miete, Strom/Heizung, Lebensmittel, Mobilität/ÖPNV, Freizeit, Gesundheit, Verträge/Abos, Rücklagen. Je Haushalt sind 10 bis 15 Kategorien auf jeden Fall ausreichend. Jede „Buchung“ wird einer Kategorie zugeordnet, damit sich die Ausgaben einteilen lassen. 3. Budgetgrenzen setzen und Sparpotenziale erkennen Für jede Kategorie setzt man monatliche Obergrenzen, die nicht überschritten werden sollten. Regelmäßige Auswertungen helfen dann herauszufinden, an welcher Stelle zu viel ausgegeben wird. Bei den variablen Kosten ist der Hebel kurzfristig höher als bei den Fixkosten, doch auch letztere lassen sich senken – etwa durch optimierte Verträge. So bietet das Haushaltsbuch eine ideale Grundlage, um unnötige Ausgaben zu identifizieren und nach Möglichkeit einzusparen. Vier praktische Spartipps 1. Sparziele setzen Klar definieren, wofür, wie viel und bis wann gespart werden soll. Ziele schriftlich festhalten, monatliche Teilbeträge einplanen und Fortschritt sichtbar machen, damit die Motivation hoch bleibt. 2. Vertrags- und Abo-Check Selten genutzte Mitgliedschaften, Streaming-Dienste und Tarifoptionen prüfen, bündeln oder kündigen. Ein jährlicher Vergleich bei Strom, Internet und Versicherungen hilft, Haushaltskosten zu senken. 3. No-Spend-Day Einen festen Tag pro Woche ohne freiwillige Ausgaben planen. Vorab Lebensmittel und Wege organisieren. Der bewusste Verzicht schärft den Blick für Gewohnheitskäufe und hilft, Ausgaben zu kontrollieren. 4. 24-Stunden-Regel Spontankäufe sind verführerisch – und meist unnötig. Die 24-Stunden-Regel kann Abhilfe schaffen: Wunsch notieren, 24 Stunden warten, dann erst entscheiden. Das reduziert Impulse und stärkt die Budgetdisziplin. Arten von Haushaltsbüchern – analog oder digital Der Name „Haushaltsbuch“ kommt nicht von ungefähr. Im klassischen Sinne bringt man seine Ein- und Ausgaben schließlich zu Papier. Während das für manche weiterhin die beste Lösung ist, bevorzugen andere jedoch digitale Alternativen. Klassisches Haushaltsbuch auf Papier Für ein klassisches Haushaltsbuch braucht man ein Heft oder einen Notizblock. Handschriftliche Notizen und abgeheftete Belege dürften besonders für all jene „von der alten Schule“ verlockend sein. Die Hauptvorteile liegen in den geringen Einstiegshürden sowie in der Unabhängigkeit von Geräten. Es gibt aber auch Nachteile: Die Rechenarbeit und Auswertung benötigen mehr Zeit, es schleichen sich leichter Fehler ein und Trends werden erst im Rückblick sichtbar. Beim klassischen Haushaltsbuch ist der Taschenrechner unverzichtbar. In digitalen Lösungen hingegen sind fast alle Vorgänge automatisiert. Foto: Adobe Stock Digitale Lösungen: Haushaltsbuch-App & Excel‑Vorlagen Selbstverständlich lässt sich auch ein digitales Haushaltsbuch führen. Die modernen Werkzeuge reichen von ausgeklügelten Excel‑ oder Google‑Sheets‑Vorlagen bis hin zu Haushalts-Apps. Alle drei Varianten lassen sich mit einer kurzen Online-Recherche leicht finden. Die digitalen Lösungen bieten nicht nur vorgefertigte Kategorien, sondern auch die Möglichkeit, wiederkehrende Buchungen und Budgetobergrenzen einzutragen. Diagramme und Erinnerungen helfen dabei, den Überblick zu bewahren. Dashboards machen zudem Ausgabentrends in Echtzeit sichtbar und helfen, die Finanzen jederzeit im Blick zu behalten. Viele Apps erlauben zudem das Scannen von Kassenbons, eine automatische Kategorisierung und die Synchronisation zwischen Geräten. Außerdem lassen sich für jede Kategorie unter anderem Zielwerte und Warnschwellen definieren. Selbst Kostentreiber können durch automatisierte Analysen gezielt identifiziert werden. Ein paar Haken haben die digitalen Helferchen aber auch: Zum Beispiel erhöhen sie zweifelsohne die Bildschirmzeit der NutzerInnen. Gleichzeitig kann der Datenschutz ein Thema sein. In dieser Hinsicht sollte das jeweilige Angebot vor der Verwendung gewissenhaft geprüft werden. Motivation: Wie man langfristig am Ball bleibt Wer wirklich sparen will, muss am Ball bleiben, denn nur mit regelmäßigen Einträgen lohnt es sich wirklich, ein Haushaltsbuch zu führen. Dabei helfen kann ein Streak-System, wie man es aus Sprachlern-Apps kennt. Man könnte sich also zum Beispiel täglich nach dem Abendessen fünf Minuten Zeit nehmen, an denen man alle Ausgaben des Tages einträgt– so entsteht eine Routine. Zusätzlich könnte man sich an einem festgelegten Tag, etwa an jedem ersten Samstag im Monat, eine halbe Stunde Zeit nehmen, um einen kurzen Monatsabschluss zu erstellen. Das hilft dabei, Sparpotenziale zu entdecken und macht zudem Fortschritte sichtbar. Titlbild: Adobe Stock/alvaro
Vier praktische Spartipps 1. Sparziele setzen Klar definieren, wofür, wie viel und bis wann gespart werden soll. Ziele schriftlich festhalten, monatliche Teilbeträge einplanen und Fortschritt sichtbar machen, damit die Motivation hoch bleibt. 2. Vertrags- und Abo-Check Selten genutzte Mitgliedschaften, Streaming-Dienste und Tarifoptionen prüfen, bündeln oder kündigen. Ein jährlicher Vergleich bei Strom, Internet und Versicherungen hilft, Haushaltskosten zu senken. 3. No-Spend-Day Einen festen Tag pro Woche ohne freiwillige Ausgaben planen. Vorab Lebensmittel und Wege organisieren. Der bewusste Verzicht schärft den Blick für Gewohnheitskäufe und hilft, Ausgaben zu kontrollieren. 4. 24-Stunden-Regel Spontankäufe sind verführerisch – und meist unnötig. Die 24-Stunden-Regel kann Abhilfe schaffen: Wunsch notieren, 24 Stunden warten, dann erst entscheiden. Das reduziert Impulse und stärkt die Budgetdisziplin.
Motivation: Wie man langfristig am Ball bleibt Wer wirklich sparen will, muss am Ball bleiben, denn nur mit regelmäßigen Einträgen lohnt es sich wirklich, ein Haushaltsbuch zu führen. Dabei helfen kann ein Streak-System, wie man es aus Sprachlern-Apps kennt. Man könnte sich also zum Beispiel täglich nach dem Abendessen fünf Minuten Zeit nehmen, an denen man alle Ausgaben des Tages einträgt– so entsteht eine Routine. Zusätzlich könnte man sich an einem festgelegten Tag, etwa an jedem ersten Samstag im Monat, eine halbe Stunde Zeit nehmen, um einen kurzen Monatsabschluss zu erstellen. Das hilft dabei, Sparpotenziale zu entdecken und macht zudem Fortschritte sichtbar.
Mietschuldnerberatung: „Je eher sich MieterInnen melden, desto besser“ Mit dem Erhalt der Betriebskostenabrechnung sind für einige MieterInnen teils hohe Nachzahlungen fällig geworden – eine Mehrbelastung, die zu finanziellen Engpässen führen kann. Hilfe bietet die Gewobag-Mietschuldnerberatung.
Berlin für umme: Gratis-Shopping, kostenlose Kultur und Freizeitspaß for free Alles wird immer teurer? Nicht alles! In Berlin finden sich etliche Möglichkeiten, um auch ohne Geld Spaß zu haben. Sieben Tipps für neue Stadterlebnisse, die den Geldbeutel schonen und nicht nur Sparfüchse begeistern.