Neue One Wall: Ein Leuchtturm für die Waterkant

Ein unverwechselbarer Look für ein unverwechselbares Stadtquartier: Streetart-Größe „Stohead“ hat seine One Wall an der WATERKANT fertiggestellt. Was dahinter steckt.

Fast wie ein kleiner Leuchtturm steht er da – und ist nun der vielleicht markanteste Außenaufzug der Stadt. Am östlichen Teil der Oberhavel in Spandau, dort, wo mit der WATERKANT Berlin ein neues, zukunftsweisendes Quartier entsteht, erstrahlt die Fassade eines Fahrstuhls seit Ende Oktober in bunten Farben.

Den BewohnerInnen und BesucherInnen bietet dieses haushohe Kunstwerk so Orientierung, schließlich muss man sich auf dem Areal mit seinen insgesamt 2.500 neuen Mietwohnungen erstmal zurechtfinden. Dabei ist der „Leuchtturm“ nicht der einzige Ankerpunkt für die Augen, sondern vielmehr Teil eines gewaltigen Gesamtwerks. 

Neuer Streetart-Look für die WATERKANT

Der Mann, der der WATERKANT einen kunstvollen Anstrich verliehen hat, hört auf den Namen „Stohead“ und zählt zu den renommiertesten deutschen Streetart-Künstlern überhaupt.

Mit dem letzten Pinselstrich am Außenaufzug hat er ein Projekt beendet, das schon im Frühling begann. Das äußerst sehenswerte Ergebnis ist nun in voller Pracht in Spandau zu bewundern, genauer gesagt im Ortsteil Haselhorst.

Die Entstehung der One Wall an der WATERKANT im Video.

Der flächenmäßig größte Teil des Kunstwerks ist dabei eine One Wall, ein imposantes Wandbild, das sich über die komplette Gebäude-Rückseite der Rhenaniastraße 50 erstreckt. Auf ihr hat „Stohead“ das Wort „WATERKANT“ grafisch umgesetzt – mit der ihm eigenen Bildsprache und seiner ikonischen Schriftart, aufgetragen mit Acryl- und Fassadenfarbe.

Natur trifft urbanes Lebensgefühl 

Die fließenden Formen wecken dabei Assoziationen zur Natur und zum Wasser, verkörpern aber zugleich ein urbanes Lebensgefühl. Ein Mix, der buchstäblich wie gemalt ist für das neue Quartier, das von der Gewobag und der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) entwickelt wurde und 2025 fertiggestellt werden soll. 

Für „Stohead“, der mit bürgerlichem Namen Christoph Häßler heißt, war es übrigens nicht der erste Einsatz im Gewobag-Umfeld. Bereits 2020 gestaltete er eine gewaltige One Wall, damals an einem Hochhaus in der Nähe des U-Bahnhofs Jakob-Kaiser-Platz in Charlottenburg.

Urban Nation will Gesicht der Stadt mitgestalten

Schon seit 2014 lädt Urban Nation, eine Initiative der Gewobag-eigenen Stiftung Berliner Leben KünstlerInnen ein, Berliner Gebäudefassaden mit monumentalen Bildern und Botschaften zu versehen.

Die Idee dahinter: Durch die kreative Auseinandersetzung mit der jeweiligen Nachbarschaft soll das Gesicht der Stadt nachhaltig verändert werden. So wie unlängst an der WATERKANT, die nun einen kleinen Leuchtturm hat. Und ein ganzes Meer an Farben.   

Titelfoto: Sebastian Kläbsch

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